Mat's Welt · Syn Lexikon · Räumliche Darstellung · Räumliche Wahrnehmung ·
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Mat's Welt

Seien Sie herzlich willkommen!

Hier sehen Sie, was Sie nur hier sehen können: Mat's Welt. Meine Damen und Herren, weder ist es eine matness noch erleben Sie hier Magie.
Nein, es ist pure Realität, Mat's reale und bunte Welt der Synästhesie, denn nur er kann sie so sehen. Aber es gibt Möglichkeiten, sie ein wenig sichtbar zu machen und das passiert hier. Deshalb, liebe Leute, hereinspaziert, hereinspaziert! Sehen Sie sich um und lassen sich von Mat persönlich inspirieren.
Seien Sie herzlich willkommen!
Meine Dame, mein Herr, bitte treten Sie doch ein, sie werden es nicht bereuen.
Hereinspaziert, hereinspaziert, liebe Leute, hereinspaziert, hereinspaziert, hereinspaziert...

Meine Synästhesie: das Farbenhören

Meine Damen und Herren, ich begrüße Sie recht herzlich in meiner Galerie.
Bevor ich Sie durch die Räume führe, lassen Sie mich bitte ein paar einleitende Worte zu meiner Synästhesie sagen. Alles das, was ich höre, setze ich automatisch in eine Farbe und Form um. Musikinstrumente sind bei mir farbig angelegt, Geräusche dagegen sind vorwiegend grau. Es ergeben sich dreidimensionale Bilder. Die Formen sind am Rand leicht unscharf und haben als Musikform oft eine glatte, eher metallisch glänzende Oberfläche. Die Geräuschformen haben dagegen sehr unterschiedliche Oberflächenstrukturen.
Das Licht meiner synästhetischen Landschaften kommt von oben rechts. Mich umgibt eine synästhetische ausgebeulte Kugel, das heißt, dort wo der Ton entsteht, sehe ich das entsprechende synästhetische Bild (also auch hinten). Das Bild korrespondiert mit der Entfernung: Naher Ton nahes Bild, ferner Ton, fernes Bild. Leise Töne erzeugen ein kleines Bild, laute Töne ein großes.

Stimmen sind bei mir grundsätzlich grau, manchmal mit kleinen Einfärbungen. Sie sind immer mit einer Textur versehen. Alle gesprochenen oder gesungenen Wörter sehe ich zusätzlich geschrieben, und zwar in der Tonhöhe der Aussprache. Neben dem Farbenhören liegt bei mir auch eine Notationssynästhesie vor, das heißt, jeder hörbare Ton wird bei mir automatisch annähernd in der jeweiligen Tonhöhe abgebildet. Ein Musikstück, visualisiert, ähnelt einem Notenblatt. Die Melodiestimme ist meistens im Vordergrund, dahinter befinden sich oben die Trompeten, weiter unten die Hörner und Posaunen und noch tiefer die Tuben. Das Klavier als Begleitung folgt in der Mitte. Dahinter oben die Geigen, darunter die Celli und Bässe. Es folgt das Schlagzeug, das sich von der Mitte ausgehend nach oben oder nach unten erstreckt. Dahinter sind Holzblasinstrumente zu sehen: Oboen und Flöten oben, Fagott unten. Kommt ein Chor hinzu, so ist er ganz hinten in der Ferne zu sehen.

Schauen wir uns nun diese Instrumente genauer an und folgen Sie mir bitte in den nächsten Raum. Da ich meine Synästhesien vor einem dunklen Hintergrund sehe, ist der Raum abgedunkelt, damit größtmögliche Authentizität erreicht wird.