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Gymnopédie Nr 1 von Erik Satie - eine 30 Sekunden Frequenz
Da sich bei mir die synästhetischen Eindrücke mit jedem vernommenen Laut ändern, ist es sehr schwierig, sie zu malen. Deshalb war es schon früh mein Ziel, sie filmisch darzustellen. Aber in den achtziger Jahren bedeutete dies meistens, einen Trickfilm herzustellen, der mit Tausenden von Bildern Leben gewinnt, denn die Computeranimation steckte noch in den Anfängen.
Erst als Stefan Landorf und Jörg Adolph 1996 einen Film über die Synästhesie drehten, erhielt ich die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover solch eine Animation zu erstellen.
Ich wählte die Gymnopédie Nr.1 von Erik Satie aus. Es ist ein sehr einfaches Klavierstück und dadurch auch einfacher zu malen.
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Obwohl es einfach komponiert ist, besteht auch die Schwierigkeit, dass die Töne schneller sind, als ich sie malen kann. Deshalb unterteilte ich das Stück in drei Sekundentakte und nahm diese mehrmals hintereinander auf Kassette auf. Solange bis ich 30 Sekunden der Musik auf Band hatte. Dies ist etwa der Zeitraum, den ich zusammenhängend als Bild überblicken und in mein Gedächtnis abspeichern kann. |
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Über Kopfhörer, um andere Geräusche weitmöglichst auszuschließen, hörte ich das Band so oft an, bis ich eine erste Skizze angefertigt hatte. |
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Danach fertigte ich eine Reinzeichnung an und klebte die Einzelbilder zu einem Bild zuzusammen. |
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Mit Dr. Schmidt von der MHH traf ich mich, um ihn anhand eines Modells zu erklären, wie meine synästhetischen Bilder aussehen, damit er einen ersten Eindruck von dem Projekt bekam. |
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Von der Zeichnung erstellte Dr. Schmidt digitale Fotos, die er für ein Computerprogramm brauchte, damit sie für eine Animation verwendet werden konnten. |
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Nachdem er sich eine digitale Aufnahme des Musikstückes besorgt hatte, begann Dr. Schmidt, die einzelnen Elemente der Zeichnung zu isolieren und durch Morphen solange zu bewegen, bis sie der Musik angepasst waren. Die Morphtechnik ist eine Möglichkeit, Einzelbilder auf dem Schirm in Bewegung zu setzen. Um letzte Unklarheiten zu beseitigen, trafen wir uns noch mal in seinem Büro. |
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Dort präsentierte er schon mir dieses Zwischenergebnis. Hier sieht man die Begleittöne zu Melodie noch übereinander. Im Film tauchen sie nacheinander aus dem Nichts auf. Wer die Endfassung sehen möchte, klickt jetzt auf den Downloadbutton des Filmes. Da 30 Sekunden gezeigt werden, dauert es leider ein wenig, bis der Film geladen ist. Ich wünsche allen viel Spaß beim Betrachten. |
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Download des Films (1,73 MB). Der Film ist als DivX codiert, die passende Zusatzsoftware für Windows gibt es hier zum Download. |