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Synästhetisches Design. Kreative Produktentwicklung für alle Sinne. Mit CD mit Geräuschbeispielen: Kreative Produktentwicklung für alle Sinne (Gebundene Ausgabe)
Michael Haverkamp (Autor)
Kurzbeschreibung
Im modernen Industriedesign kommt der genauen Anpassung des Produkts an Kundenwünsche entscheidende Bedeutung zu. Dazu ist es wichtig, alle vom Kunden wahrnehmbaren Attribute des Produkts möglichst genau auf dessen Erwartungen abzustimmen. Die Optimierung der optischen und akustischen Produkterscheinung erfolgt jedoch meist separat. Das Buch bietet erstmals einen Ansatz, alle Sinnesbereiche in den Designprozess einzubeziehen und miteinander in Beziehung zu setzen (Synästhetik). Das ermöglicht die Erstellung von Konzepten für zahlreiche Anwendungen, wie z.B. Produktdesign, Multimedia, Film, Videospiel, Lightshow, Musiktheater, Werbung sowie Gestaltung von Signalen und Logos.
Auf der beiliegenden CD befinden sich 91 Geräuschbeispiele.
Über den Autor
Dr.Michael Haverkamp ist in der Produktentwicklung der Ford-Werke GmbH Köln tätig.
Synästhesien. Roter Faden durchs Leben?
Alexandra Dittmar (Hrsg.), Verlag Die Blaue Eule 2007
* empfohlen von Alex
Thema des Buches ist Synästhesie - eine natürlich vorkommende, andere Art der Wahrnehmung, bei der Sinnesempfindungen und -wahrnehmungen in vielfältiger Weise kombiniert erlebt werden.
Das Buch gibt zunächst einen Überblick über den momentanen Wissensstand über Synästhesie: von der Vielfalt synästhetischen Erlebens bis zu den vielen Ergebnissen und Theorien, die die Synästhesieforschung - ein aufblühender Wissenschaftsbereich - in den letzten Jahren erbrachte.
Nach einer Einführung in das Thema Orientierung wird dann der Hauptgedanke des Buches - dass Synästhesien eine Art Orientierung sein können - ausgeführt. Ein Gedanke mit weitreichender Bedeutung: So könnte z.B. manche vermeintliche "Lernstörung" in der Schule darauf beruhen, dass pädagogische Konzepte dem synästhetischen Erleben eines synästhesiebegabten Kindes entgegenlaufen.
Es folgen 21 Dokumentationen, zum Teil mit Bildern, über synästhetisches Erleben im Zusammenhang mit der Frage, ob Synästhesien orientieren. Die 21 Autoren/innen stammen aus fünf Ländern (USA, Großbritannien, Schweiz, Luxemburg, Deutschland) und sind fast alle Synästhetiker/innen.
Auch zu finden unter:
Empfehlungen
/ Synästhesie
/ Wissenschaft und Synästhesie
Farben hören, Töne schmecken. Die bizarre Welt der Sinne.
Richard Cytowic, Byblos Verlag 1998
* empfohlen von Mat
In Gesprächen mit Synästhetikern geht Cytowic in diesem Buch der Frage nach, in wieweit Synästhesien Fähigkeiten sind, über die jeder Mensch von Natur aus verfügt.
(Vergriffen; derzeit nur gebraucht erhältlich)
Auch zu finden unter:
Wissenschaft und Synästhesie
Welche Farbe hat der Montag?
Hinderk M. Emrich, Udo Schneider, Markus Zedler, Hirzel-Verlag 2004
* empfohlen von Angy
Das Thema Synästhesie wird in anschaulicher Weise dargestellt und es gelingt ein sehr umfassender Überblick über Synästhesie allgemein und deren verschiedene Ausprägungen. Dies wird dem Leser aus der wissenschaftlichen Perspektive sowie auch aus der Sicht der Synästhetiker ermöglicht.
Der Aufbau ist dreigeteilt: Im ersten Teil werden in wissenschaftlicher Weise, aber dennoch verständlich, Synästhesie und damit zusammenhängende Prozesse der Wahrnehmung und neurologische Funktionsweisen beschrieben. Der zweite Teil besteht aus Bildtafeln, in denen Synästhetiker ihre Wahrnehmungen dargestellt haben. Im dritten Teil schildern 13 Synästhetiker in persönlichen Berichten ihre Synästhesien sowie Erfahrungen aus dem Leben mit verknüpften Sinnen.
Ein rundum gelungenes Buch über Synästhesie, das interessante Informationen vermittelt und trotz wissenschaftlicher Ausrichtung auch für Laien gut verständlich bleibt und daher im deutschen Sprachraum oft als das "Standardwerk" über Synästhesie bezeichnet wird.
Synaesthesia: The Strangest Thing
John Harrison, Oxford University Press 2001
* empfohlen von Michael
Der Autor hat in den 90er Jahren in England bei Simon Baron-Cohen / Cambridge an der medizinischen Erforschung der Synästhesie gearbeitet. Er bemüht sich, die wissenschaftliche Herangehensweise verständlich zu machen. In speziellen Kapiteln und einem Glossar der Fachwörter erklärt er die verwendete Methodik so, daß es auch für Laien verständlich ist. Verschiedene Künstler von Baudelaire bis Hockney werden auf mögliche genuin-synästhetische Begabung hin untersucht. Das Buch gibt einen guten Überblick über den Stand der Forschung, die historische Literatur wird allerdings nicht angemessen berücksichtigt. Es ist sorgfältig ausgearbeitet und schön gestaltet, im Verhältnis zum Umfang jedoch nicht unbedingt preiswert.
Auch zu finden unter:
Wissenschaft und Synästhesie
Jeder blaue Buchstabe duftet nach Zimt. Wie Synästhetiker die Welt erleben
Patricia Duffy, Goldmann 2003
* empfohlen von Regina
Sehr unterhaltsam beschreibt Duffy ihre Kindheit, das Entdecken der eigenen Synästhesie und ihre Kontaktaufnahme mit anderen Synästhetikern und Wissenachaftlern.
Patricia Duffy ist Journalistin und schreibt für verschiedene angesehene Zeitungen, Magazine und Literaturzeitschriften. Duffy, die lange als Dozentin für Sprachen und Kommunikation für die Vereinten Nationen tätig war, ist selbst Synästhetikerin. Sie ist Mitbegründerin der "American Synesthesia Association" und arbeitet für diese Organisation als Beraterin.
Bright Colors Falsely Seen: Synaesthesia and the Search for Transcendental Knowledge
Kevin Dann, Yale University Press 1998
* empfohlen von Regina
»Das Verwechseln von synästhetischen Farbeindrücken mit astralen Visionen führte nur dazu, dass die materialistische Wissenschaft und ihre nichtmaterialistischen Kritiker weiter auseinander getrieben wurden, und sorgte dafür, dass die Synästhesie ... weiterhin romantische Behauptungen über die geistige Welt und unsere anfängliche Fähigkeit, sie wahrzunehmen, aufstellte... Als ein Phänomen, das an der Grenze sowohl der wissenschaftlichen als auch außerhalb der Wissenschaft liegenden Fähigkeit, sie zu erklären, liegt, zieht die Synästhesie fortlaufend unsere Aufmerksamkeit auf die Frage, wie das Überschneiden unserer mit einer weitreichenderen Welt zu verstehen sei.«
Synaesthesia: Classic and Contemporary Readings
Hg. Simon Baron-Cohen, John E. Harrison, Blackwell Publishers 1996
* empfohlen von Michael
Dies Buch gibt einen guten Überblick über den Stand der Forschung zum Ende des 20sten Jahrhunderts, mit einführenden Texten von Richard Cytowic und den Herausgebern. Darüber hinaus sind weitere wichtige Autoren (Grossenbacher, Marks u.a.) mit Beiträgen vertreten. Der Schwerpunkt liegt auf der psychologisch/medizinischen Seite, Beschreibungen aus Sicht der Synästhetiker erscheinen nur am Rand. Das Buch ist auch für Leute ohne ausgeprägtes Spezialwissen in den behandelten Disziplinen gut verständlich.
Synesthesia: A Union of the Senses
Richard E. Cytowic, Bradford Book 2002
*empfohlen von Michael
Das wichtigste wissenschaftliche Buch zum Thema. Die erste Auflage dieses Werkes gab 1989 den Anstoß zur Wiederbelebung der Synästhesieforschung. Die zweite Auflage ist mit Bezug auf die Forschungen der letzten ~ 10 Jahre aktualisiert und erweitert. Der Autor versucht, das Thema nach allen Richtungen weit abzustecken, und berücksichtigt auch drogeninduzierte S., visuelle Sonderphänomene, S. und Kunst und vieles mehr. Die wissenschaftliche Analyse ignoriert allerdings wesentliche Werke, wie z.B. von Anschütz, Wellek, Wallaschek und vielen anderen - schade für das Buch. Trotzdem ist es lesenswert.- es zeigt eine Wissenschaft "auf dem Weg".
Im Farbenkreis der Emotionen
Emrich, Hinderk M, Riedel, Ingrid, Königshausen & Neumann 2003
* empfohlen von Alex
Zur Theorie der Emotionen. Die Bedeutung der Gefühle für die Einheit der Person: Ergebnisse der Psychose und Synästhesieforschung. Unter anderem mit einem Beitrag von Prof. Dr. Dr. H.M. Emrich: Zur Therapie der Emotionen.
Des phénomènes de synopsie (Audition colorée)
Théodore Flournoy, Elibron Classics reprint. Paperback. New. Replica of 1893
* empfohlen von Michael
Dieses Buch ist eine Klassiker der Synästhesie-Literatur. Der schweizer Psychologe Flournoy hat sich bereits Ende des 19.Jahrhunderts um eine Systematik synästhetischer Phänomene bemüht. Das 1893 (!) erschienene Buch zählt zu den ersten Werken, die sich ausschließlich mit synästhetischer Wahrnehmung beschäftigen. Es ist zur Zeit als Faksimile (Kopie der Erstausgabe) im Taschenbuchformat erhältlich. Das Buch enthält viele Darstellungen von "Zahlenformen": räumlich gruppierte Zahlenreihen, Wochentage, Monate. Diese Ausgabe - in französischer Sprache - ist sehr preiswert, muß allerdings in den USA bestellt werden.
Synästhesie - Interferenz-Transfer- Synthese der Sinne
Hans Adler, Ulrike Zeuch, Könighausen u. Neumann 2002
* empfohlen von ???
Siehe Linksammlung unter Literatur
Wer mag eine Rezension schreiben?
Synesthesia: Perspectives from Cognitive Neuroscience
Lynn C. Robertson, Noam Sagiv, Oxford University Press Inc 2004
* empfohlen von Alex
Dieses Buch ist eine Sammlung wissenschaftlicher Aufsätze zum Thema Synästhesie aus verschiedenen Blickwinkeln. Es werden unterschiedliche Aspekte behandelt, die von Zusammenhängen mit Aufmerksamkeit und Wahrnehmung bis zu Fragen über die Entwicklung von Synästhesie vs. ihrer festen Verdrahtung reichen. Ein spannendes Buch, in dem nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Synästhetiker zu Wort kommen.
Optical Poetry. The Life and Work of Oskar Fischinger
William Moritz . Indiana University Press September 2003
* empfohlen von Michael
Oskar Fischinger war zwischen ca. 1925 und 1935 einer der grossen Pioniere des abstrakten Musikfilms. Seine Filme überzeugen durch einfache, aber delikate Formen, die sich präzise zur Musik bewegen. Diese Filme wurden daher auch in Synästhetiker-Kreisen der 30er Jahre intensiv diskutiert. Die überragende künstlerische Qualität der Filme dringt erst langsam wieder ins Bewußtsein. Dieses Buch enthält viele Abbildungen aus den Filmen, Fotos aus dem persönlichen Umfeld, detaillierte Hinweise zur Filmtechnik und eine ausführliche Filmographie.
(Vergriffen; derzeit nur gebraucht erhältlich)
Synästhesie als ein strukturbildendes Moment in der Kunst des 20. Jahrhunderts: unter besonderer Berücksichtigung von Malerei und Musik
Arnold Wohler, Waxmann 2010 (Dissertation)
* empfohlen von Alex
[Amazon] Synästhesien dienten einer Vielzahl von Künstlern der klassischen Moderne wie Wassily Kandinsky und Alexander Skrjabin als Referenzpunkte für die künstlerische Formgebung des Materials.
In Kunstwerken der abstrakten Malerei und der atonalen Musik sowie in medialen Kunstwerken wird dieser Einfluss deutlich sicht- und hörbar. Sie zeugen von kognitiven Schemata, die unterschiedliche Systeme der Sinneswahrnehmung vernetzen und einem unmittelbar sinnlichen Dialog des Künstlers mit dem Material entspringen.
In diesem Sinne lassen sich Synästhesien auch als sinnstiftende Schemata begreifen, die beispielsweise in der Kunst manifest werden. Diese Hypothese schließt mit ein, dass die neuronalen Prozesse, die der künstlerische Produktionsprozess involviert, jenen ähneln, die die aktuelle Synästhesieforschung beschreibt.
Farbe am Bauhaus
Hajo Düchting, Gebr. Mann 2002
* empfohlen von Regina
[Amazon] Mit dem Untertitel 'Synthese und Synästhesie' wird nicht nur eines der Hauptkapitel über Kandinskys Bauhaus Arbeit eingeleitet, sondern auch auf Sinn und Zweck der Farbforschung am Bauhaus hingewiesen. Denn die Untersuchungen zur Farbe erschöpfen sich nicht in esoterischen Künstlertheorien, sondern standen im Dienste der übergreifenden Bauhaus-Idee, der Synthese aller Künste, wie sie Walter Gropius in seinen Texten immer wieder beschwörte.
David Hockney
David Hockney, Knesebeck 2004
* empfohlen von Alex
Der Synästhetiker David Hockney ist zugleich Maler, Zeichner und Fotograf. In einer Vielzahl an Techniken hat er Gemälde, Zeichnungen, Bühnenbilder, Fotocollagen bis zu Fax- und Computerkunst geschaffen. Dieser Band zeigt eine Vielzahl seiner Werke, schließt etliche unveröffentlichte Arbeiten ein und wird durch zahlreiche Zitate und Kommentare des Künstlers bereichert.
Vom Klang der Bilder - Die Musik in der Kunst des 20. Jahrhunderts
Karin von Maur, München Prestel 1985
* empfohlen von Mat
Dieses umfangreiche Buch kann man schon als Standardwerk in der Kunstgeschichte bezeichnen. Karin von Maur als Herausgeberin gelingt der Versuch den Einfluss von Musik auf die bildende Kunst darzustellen. Die Auswirkungen der Musik auf das künstlerische Schaffen vieler, auch berühmter Maler wie Picasso, Klee, Kandinsky oder Künstlergruppen, wie der Blaue Reiter überwiegt. Aber auch der umgekehrte Weg , das Vertonen von Bildern wird untersucht. Unter synästhetischem Aspekt ist vor allem der Beitrag zum Blauen Reiter hervorzuheben.
Samuel Beckett Synästhesie als Medienspiel
Michael Lommel, Fink 2006
* empfohlen von Regina
Habilitationsprojekt: Synästhesie als Medienspiel - Samuel Becketts Logik der Sinne.
Dieser Artikel ist noch nicht erschienen. Reservieren Sie sich Ihr Exemplar jetzt und Sie erhalten es pünktlich zum Erscheinungstermin.
Klangbilder Synästhesie - Farben hören
Edith Temmel, Weishaupt 2006
* empfohlen von Regina
Mit Klangbildern befasst sich die Künstlerin nun schon seit ca. 20 Jahren. Konkretisiert hat sie die Begabung der Synästhesie vor ca. 14 Jahren, eine Ausstellung mit Klangfiguren fand 1991 im Museum von Szombathely statt.
Seit einiger Zeit arbeitet die Künstlerin an einer Serie von Klangbildern, die nach ihren subjektiven synästhetischen Empfindungen konkret zu einzelnen Musikstücken - bevorzugter Weise mit Streichinstrumenten - entstanden sind.
Auch zu finden unter:
Musik und Synästhesie
Aquamarine Blue 5: Personal Stories of College Students with Autism
Dawn Prince-Hughes, Swallow Press 2002
* empfohlen von Alex
In diesem Buch erzählen Menschen (einschließlich Dawn Prince-Hughes), die Ärzten zufolge Autismus oder das Asperger Syndrom haben, von ihrem Leben - ihrer Kindheit, der Zeit in der Schule und im Studium und den damit verbundenen Schwierigkeiten. Darunter ist auch die Autistin Susan, die Synästhetikerin ist, und Buchstaben, Zahlen und Musik in Farben wahrnimmt.
Der Mann, dessen Welt in Scherben ging - Zwei neurologische Geschichten
Alexander Lurija, Rohwolt 1992
* empfohlen von Mat
Die erste Geschichte hat nichts mit Synästhesie zu tun. Durch Kriegseinwirkung hat ein ein Mann sein Gedächtnis verloren und bemüht sich, es durch Übungen zu rekonstruieren, was ihm auch in vielen Bereichen gelingt. Eine lesenswerte Geschichte. Die zweite heißt: Kleines Portrait eines großen Gedächtnisses. "Dort wird ein russischer Gedächtniskünstler beschrieben, der neben abstrakten Synästhesien eine ständige Bilderflut wahrnahm, die es ihm ermöglichte, sich sehr lange Wortketten beliebig lange zu merken. Da die Bilder sich aber stets auf einzelne Worte bezogen und nicht auf ganze Sätze, hatte er oft große Probleme, den Sinn von Sätzen zu erfassen, da die einzelnen Bilder (für einzelne Worte) sich oft widersprachen und mit der Bedeutung des Satzes nicht viel zu tun hatten."
(Vergriffen; derzeit nur gebraucht erhältlich)
Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird - Von den Rätseln unserer Erinnerung
Douwe Draaisma, Piper 2006
*empfohlen von Melli
In diesem Buch geht es um die Neuropsychologie des Erinnerns und Vergessens. Es werden u. a. Themen wie Deja-Vu-Erlebnisse, Nahtoderfahrungen und das Savant-Syndrom behandelt. Der Autor geht auch kurz auf das Thema Synästhesie ein, im Rahmen einesKapitels über den Gedächtniskünstler Schereschewski.
Die Gedächtniskünstler
von Jeffrey Moore, Klaus Modick, Eichborn 2006
* empfohlen von Regina
[Diese Rezension ist aus dem Netz und kann gerne durch eine persönliche Rezension von euch ersetzt werden]
Während eine 56-jährige Mutter wegen vorzeitiger Demenz mehr und mehr ihr selbstständiges Leben einbüsst und um ihre Erinnerung kämpfen muss, verfügt ihr Sohn Noel über ein irritierend genaues und ausdauerndes Gedächtnis. Überdies ist er mit der seltenen Gabe der Synästhesie ausgezeichnet: Stimmen erscheinen ihm als Formen, Worte als Farben ein atemberaubendes Assoziationstheater, das einem die Orientierung im gewöhnlichen Leben nicht unbedingt leichter macht. Noel will das eindrucksvolle Kombinationsvermögen seiner Synapsen in den Dienst der Wissenschaft stellen und ein Medikament für seine Mutter entwickeln.
Jeffrey Moores zweiter Roman nach dem Kuss des Toren ist eine mit Witz und Verve erfindungsreich inszenierte Geschichte, eine Einladung, über Nutzen und Nachteil der Erinnerung für das Leben nachzudenken.
Mango-Shaped Space
Wendy Mass, Little Brown and Company 2003
* empfohlen von Alex
Dieses Buch enthält eine Erzählung mit dokumentarischen Zügen. Es geht um die 13-jährige Mia Winchell, die Synästhetikern ist: Zahlen, Buchstaben, Worte, Töne sieht sie als Anordnung von Farben. Bis zur 8.Klasse spricht sie nicht darüber, aber dann erschweren ihre Synästhesien ihr das Spanischlernen und die Mathematik so sehr, dass sie bei ihren Eltern und schließlich einem Arzt Hilfe sucht.
Mondays Are Red
Nicola Morgan, Delacorte Press 2003
* empfohlen von Regina
Der Thriller im eigenen Kopf.
Als Jugendbuch konzipiert, aber auch für Erwachsene ein spannendes Abenteuer und ein sprachlicher Hochgenuß.
Luke erwacht aus einem Koma nach einer Hirnhautentzündung und alles ist anders als zuvor. Seine Sinne sind miteinander verknüpft und ein Feuerwerk von Farben und Bildern stürmt auf ihn ein. Doch damit nicht genug: Auch sein Innenleben und seine Selbstwahrnehmung bewegen sich in völlig neuen Dimensionen und führen zu einem anderen, erweiterten Bewußtsein. In seinem Kopf sind Dinge, die vorher nicht da waren, zum Beispiel 'Dreeg': Ein zwielichtiges Wesen, das permanent auf ihn einredet, verlockende Angebote macht und ihm sogar beibringt, zu fliegen...
Alles nur Halluzinationen? Wie kommt es dann, dass Teile von Luke's Phantasien in der 'realen' Welt erscheinen? Was ist Realität?
Luke's unterschiedliche Wahrnehmungsebenen verweben sich mehr und mehr ineinander und das Verhältnis von Ursache und Wirkung scheint aufgehoben. Im Sog der Ereignisse steuert das Abenteuer unaufhaltsam der finalen Katastrophe entgegen. Dreeg hatte Recht: Luke muss sich entscheiden...
Durch die literarische, synästhetische Sprache, Beschreibungen, Metaphern gelingt der Autorin auf überraschende Art und Weise in Worte zu kleiden, was eigentlich 'unbeschreiblich' ist.
Painting Ruby Tuesday.
Jane Yardley, Black Swan 2004
* empfohlen von Alex
Die Synästhetikerin Jane Yardley schrieb dieses Buch während ihrer Dienstreisen um die Welt. Der Titel "Painting Ruby Tuesday" basiert darauf, dass für die Autorin Dienstage rubinrot sind. Erzählt wird die fiktive Geschichte der Synästhetikerin Annie Cradock als Kind, die mehrere Mordfälle im Dorf erlebt, und von Annie als Erwachsene in der Gegenwart. Eine faszinierende Persönlichkeit ist unter anderem die musikalische, von Annie geliebte Mrs Clitheroe, die ebenfalls Synästhetikerin ist. Obgleich fiktiv, gibt es Zusammenhänge zu Ereignissen im Leben der Autorin
Der Hund aus Terracotta. Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall.
Andrea Camilleri
* empfohlen von Mat
"Von klein auf hatte er jedem Geruch, der ihm auffiel, immer eine bestimmte Farbe zugeordnet, und der hier war dunkelgrün..." Camilleri ist 1925 in Sizilien geboren und Erfinder der Romangestalt Commissario Salvo Montalbano. Dieser Montalbano ist für mich der erste Protagonist eines Romans, der Synästhetiker ist. Erstaunlich für mich ist dabei, dass es sich um eine seltene Geruchsynästhesie handelt. Montalbano ist sehr komplex angelegt, steht immer unter Dampf, muss sich aber auch Auszeiten nehmen, an seinem Lieblingsstrand oder unter einem alten Olivenbaum, um in Ruhe seine Gedanken ordnen zu können, sonst wird er ungenießbar. Gedankensprünge sind bei ihm an der Tagesordnung, das machen die Bücher auch so reizvoll zu lesen. Auch scheint er mit sich und der Welt zufrieden zu sein, denn Beförderungen lehnt er kategorisch ab. Auch scheint er Gefühlssynästhestiker zu sein. Ahnungen, Stimmungen bis hin zu einem Dejavús- Erlebnis prägen sein Leben. Wer die Montalbanofälle lesen möchte, sollte mit dem ersten Fall "Die Form des Wassers" anfangen. Denn viele der dort auftauchenden Personen werden von Buch zu Buch weitergereicht.
Almost Blue
Carlo Lucarelli, Vintage 2003
* empfohlen von Alex
Das ist ein Buch, das ich selbst nicht kenne, habe es im Internet gefunden.
Ein Krimi von Carlo Lucarelli, in dem der blinde Synästhetiker Simone - so weit ich es verstehe, mittels seiner Synästhesien (Töne -> Farben) - dabei hilft, einen Mörder zu finden.
Das Stück hat 2005 den Oxford Samuel Beckett Theatre Trust Award gewonnen.
Hat jemand das Buch schon gelesen und möchte eine Rezension schreiben?
Synästhesie und Bilderrätsel. Ein Essay zur Funktion von synästhetischen Bildinhalten
Wolfgang Zangemeister, BoD GmbH, Norderstedt 2005
* empfohlen von Regina
Dieses Buch ist neu, ich habe es noch nicht gelesen.
'Search Inside' bei Amazon!
Mag jemand der es schon gelesen hat eine Rezension für uns schreiben?
Aus der verbotenen Stadt. Lyrik und Prosa
Nina Kupczyk, Athena Verlag 2005
*empfohlen und geschrieben von MaxWelt
Aus der verbotenen Stadt ist eine "Vers-Sonate" mit wechselnden Themen, eine lyrisch angelegte Beschreibung emotionaler Gleichzeitigkeiten - im Sinne der Autorin bedeutet das "mit Sprache erzielter Klang". Eingefasst ist die "Komposition in rauschhaft entworfene poetische Bilder die, in Grenzen lautmalerischer Wortschöpfungen verwoben, Sprache und ihre sematischen Bedeutungen verklanglicht, tashorchend sichtbar macht, was seelisch, unbewusst, unausgesprochen - Sehnsucht ist. Nina Kupczyks Stil ist von dem Bedürfnis geprägt, das Leben zu musikalisieren, zu transzendieren und in Wandlung zu führen, was eine synästhetische Wahrnehmung des Daseins zur Grundlage hat.
Der Lehrer, das Wunderkind und getreidefeldmitrabenschwarz
Nina Kupczyk, Monsenstein und Vannerdat 2005
* empfohlen und geschrieben von Maxwelt
Was ist das überhaupt - ein Wunderkind? Das Buch Der Lehrer, das Wunderkind und getreidefeldmitrabenschwarz versucht dies zu beantworten: Ein Wunderkind ist ein Kind, das Engel sieht und schwarze Raben in den Augen trägt. Es ist ein Kind, das dissonante, mehrschichtige Lichtakkorde zu einem blauen Herrn der unendlichen Kornfelder verwandelt, jener das geschnitzte Sehnen hervorruft - voll überirdischer Schönheit und unsagbar endend im Zergehen kurzschaukelnder Dämmerung. Es ist ein Kind, das wie die Hauptfigur Max Welt in der Ambivalenz des Denkens nach Geborgenheit sucht - im tätigen Ruhen der Phantasie, die sich schweigend im Kadenzfall auflöst. Es ist Kind, das wie vom Himmel gefallen zu sein scheint und zu früh seine Erfüllung im Tasthorchen mit geschlossenem Sehen nach Draußen findet, in Lichtgesprächen, im Gefühlshorchen. Es ist ein Kind, das nicht sprechen will, weil Worte den Tag stören und nur die Sterne wissen, wie das ist, im Ballettunterricht mal Reh, mal Rabe und Blütenschaum zugleich sein zu können. Es ist die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Kind und einem älterem Mann - einer Freundschaft, die in der heutigen Welt nicht sein darf. Die Erzählung beschreibt Menschen, die "anders" sind. So sind, was derzeit unten den phänomenalen Begriffen "Synästhesie" und "Hochbegabung" erforscht wird.
Nina Kupczyk: Das Buch ist mein erstes zusammenhängendes Werk. Ich glaube, dass ich ein Buch in der Intensität nicht noch einmal werde schreiben können.
Halbsichtigkeit - Ein Roman, den jeder anders verstehen kann
Corinna John, BoD GmbH, Norderstedt 2005
*empfohlen von Daniel
Mit großem Vergnügen habe ich den kurzen Roman "Halbsichtigkeit" gelesen. Zum Inhalt: Ein Science-Fiction, in dem Synästhesie als normal betrachtet wird und Leute wie ich, also Nicht-Synästhetiker, nur "halbsichtig" sind. Corinna John beschreibt sehr anschaulich die Abgrenzung zwischen Syn / Nicht-Syn unter umgekehrter Prämisse.
Von den diversen technischen Begriffen sollte man sich nicht allzusehr abschrecken lassen, sie sind zum Verständnis nicht unbedingt erforderlich. Die Erzählung kommt in der zweiten Hälfte richtig in Schwung, also dranbleiben, es lohnt sich.
Brillante Morde
Mischa Bach, Leporello 2004
* empfohlen und geschrieben von Punk
"Brillante Morde" ist eine Kurzkrimianthologie der besonderen Art, denn dieser Band versammelt alle in den Jahren 2002 bis 2004 für den Friedrich-Glauser-Preis nominierten bzw. mit diesem Preis ausgezeichneten Geschichten. Und wer den Preis selbst (noch) nicht kennt, auch nicht weiß, dass das Syndikat, das den Preis vergibt, keine kriminelle Organisaton ist sondern die Vereinigung der deutschsprachigen Krimiautoren, findet obendrein noch die entsprechenden Informationen. Mithin ist es ein Buch für Menschen, die mit Oscar Wilde den "ganz einfachen Geschmack" teilen, weil sie stets nur das beste wählen ...
Der Tod ist ein langer, trüber Fluss
Mischa Bach, Brandes & Apsel 2004
* empfohlen und geschrieben von Punk
Dies ist eine Kriminalnovelle und damit pure Fiktion: zwei Menschen, zwei Perspektiven - die einer Frau ohne Gedächtnis und eines toten Mannes - dazwischen ein Fluss, der Rhein, und die Geschichte einer Suche.
Der Bezug zur Synästhesie ist nur indirekt, da die Autorin 'vernetzte Sinne' hat. Wer nicht glaubt, dass Krimis keine Literatur sein können bzw. Literatur zugesteht, spannend und auch ein Stück phantastisch sein zu dürfen, wird (hoffentlich) trotzdem auf seine Kosten kommen.
Die vielen Tode des Herrn S.
Mischa Bach, Emons 2002
* empfohlen und geschrieben von Punk
"Die vielen Tode des Herrn S." funktioniert etwas anders als die üblichen Verdächtigen äh Sammlungen von Kurzkrimis. Sie hat durchaus seriellen Charakter, nur dass hier nicht etwa der Kommissar, sondern die Leiche die wiederkehrende Figur ist. Herr S. mag auf den ersten Blick ein ganz normaler, unscheinbarer Mensch sein, aber was sich hinter seiner harmlosen Fassade verbirgt, brauchte verschiedene Autorinnen und diverse Morde, um erst an die Oberfläche und dann um die Ecke gebracht zu werden.
Böse Hexen gibt es nicht Versuch einer interdisziplinären Betrachtung des Hexenwesens
Eckhard Freuwört, Books on Demand 2005
* empfohlen und geschrieben von Asmodis
Dieses Sachbuch über das Hexenwesen steht nicht im Widerspruch zur offiziellen Geschichtsschreibung, schließt aber eine Menge von Lücken. Lücken, welche durch Weglassungen entstanden sind. Es ist schon bemerkenswert: Der ehemalige Methodistenpater John Marco Allegro näherte sich der Thematik in den Siebzigern seitens der Philologie, der hamburger Ethnologe Dr. Christian Rätsch in den Neunzigern seitens der Ethnologie und Pharmazie und Eckhard Freuwört aktuell seitens Archäologie, Biologie und Chemie. Und alle kommen zu den gleichen Schlüssen.
Norgast Ein synästhetischer Fantasy-Roman
Eckhard Freuwört, BoD GmbH Norderstedt 2006
* empfohlen und geschrieben von Asmodis
Ein Buch mit wenig Kampf, aber dafür mit viel Magie (unter Beschreibung von heute real praktizierten magischen Techniken). Ein Buch zum Mitdenken; zum Mitknobeln. Was hat es mit den drei Prüfungen auf sich? Welche Rolle spielen die Hexen wirklich? Wer ist der weiße Rabe? Wodurch bilden sich die Kraftplätze? Wozu dienen die Ley-Linien? Gibt es verschiedene Realitäten? Welche Macht steckt in den Runen? Fragen, die im Verlauf der vielfältig verschachtelten Handlung auf überraschende Weise beantwortet werden. Norgast ist in gewisser Weise mehr als normale Fantasy, denn es gibt beabsichtigte Querverbindungen zu unserer eigenen Welt - teils direkt und teils in Form von versteckten Seitenhieben. Querverbindungen im Sinne von Filmen wie "Welt am Draht", "Matrix" oder "The 13th Floor".
Vernetzte Sinne. Über Synästhesie und Verhalten.
Eckhard Freuwört, BoD GmbH Norderstedt 2004
* empfohlen und geschrieben von Asmodis
Die meiste Literatur über Synästhesie entstammt dem wissenschaftlichen Bereich. Es wirkt auf mich immer, als ob jemand versuchen würde, ein Gemälde als Datensatz zu beschreiben. Da sind dann alle Informationen enthalten, aber die Wirkung des Ganzen bleibt auf der Strecke. Es fehlt an Erfahrungsberichten von Synnies, an Berichten über das Erleben der Synästhesie. Und woher sollen bspw. Journalisten ihre Informationen nehmen, wenn nicht aus solchen Berichten? Ich betrachte Synästhesie als integralen Bestandteil der Persönlichkeit, welcher auch das Verhalten von uns Synnies definiert. Das Buch behandelt all dies - und mehr. "Vernetzte Sinne" soll Verständnis und Akzeptanz für Synästhetiker wecken und dazu dienen, das leider noch immer vorhandene Informationsdefizit auszugleichen - aus der subjektiven Sichtweise eines Synnies.
Sons et Lumières
*empfohlen von Alex
Dieser Katalog der Ausstellung "Sons et Lumières" (22.9.2004-3.1.2005, Centre Pompidou, Paris) zeigt die Verbindung von Klängen und Licht/Farbe in Bereichen wie Malerei, Film, Theater, Installationen, Musik, usw. Dabei werden nicht nur Bilder gezeigt, sondern Essais geben vertiefte Einblicke. Der Schwerpunkt liegt auf dem 20. Jahrhundert, gezeigt werden Arbeiten von Künstlern wie Kandinsky, Klee, László, Fischinger ebenso wie Walt Disneys Film "Fantasia" und z.B. Wilfreds Farblichtklavier (Deckblatt).
Ist C gleich Rot?
Jörg Jewanski, Studio Verlag Dr. Gisela Schewe 1999
* empfohlen von Alex
Auf der Grundlage von weitreichenden Literaturstudien hat der Autor eine "Ideengeschichte der Farbe-Ton-Beziehung" geschrieben, die von der Frühgeschichte / Antike bis in das 19.Jahrhundert reicht. Bei den Farbe-Ton-Beziehungen geht es mehr um bewusste Zuordnungen, weniger um genuine Synästhesien. Das Thema Synästhesie wird außerdem in einem "Exkurs über Analogien" behandelt, z.B. als "Ursynästhesie", "Pseudosynästhesie" und Synästhesie im Sinne von Emrichs Forschung. Ein wissenschaftliches, detailreiches Buch.
Musik im Kopf - Hören, Musizieren, Verstehen und Erleben im neuronalen Netzwerk
Manfred Spitzer, Schattauer Verlag Stuttgart 2002
* empfohlen von Mat
Spitzer schildert in diesem Buch die ganze Spannweite der Musik: ihr kultureller Hintergrund, ihr physikalische Seite, ihre neuronale Verarbeitung des Musikmachens und Erlebens im Gehirn und alltägliches (Warum singen Männer in der Badewanne besonders gern?) Auch über Synästhesie findet sich ein kleines Kapitel. Was dieses Buch so interessant macht ist die Vielseitigkeit mit der Spitzer das Thema angeht. Er geht unter anderem der Frage nach, wie und wo verarbeitet das Gehirn Töne? Warum gibt es Ohrwürmer? Wie erleben wir Musik? Wie verstehen wir Musik? Ein Buch, das sicherlich auch viele Fragen in Sachen Synästhesie beantworten aber auch neue aufwerfen kann.
Synästhesie in der Musik - Musik in der Synästhesie
Volker Kalisch (Hrsg.), Verlag Die Blaue Eule 2004
* empfohlen von Michael
Der Band ist soeben erschienen, wird allerdings leider nicht über amazon angeboten. Das Buch dokumentiert Vorträge und freie Referate, die während der Jahrestagung 2002 der Gesellschaft für Musikforschung vom 25.-28. September 2002 an der Robert-Schumann Hochschule Düsseldorf gehalten wurden. Die Beiträge versuchen aus ganz unterschiedlichen Richtungen Zugänge zum synästhetischen Denken innerhalb der Musikwissenschaften zu ebnen. Synästhesie wird dabei primär als Möglichkeit des künstlerischen Gestaltens aufgefaßt, weniger als singuläres Phänomen der Wahrnehmung. Das Buch trägt insgesamt den Charakter eines "brainstormings", bietet jedoch verschiedene interessante Ausarbeitungen zu speziellen Problemen, wie z.B. zu Werken Messiaens und Bill Violas, zur antiken Musiktheorie und außereuropäischen Musikauffassung.
Das Auge hört mit
Barbara Kienscherf (Diss.) Peter Lang Verlag Frankfurt 1996
* empfohlen von Alex
Läßt sich Musik visualisieren? Gibt es Beziehungen zwischen Farbe und Ton? Fragen, mit denen sich Künstler und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen seit Jahrhunderten immer wieder auseinandergesetzt haben. Einen Höhepunkt erreichte die Idee der Farbenmusik zu Beginn dieses Jahrhunderts, als Alexander Skrjabin erstmals farbiges Licht in seine sinfonische Komposition Prometheus integrierte und auch Arnold Schönberg in seinem Bühnenwerk Die glückliche Hand mit dem Einsatz von Licht experimentierte. Die genannten Kompositionen stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Es wird die Problematik der Farblichtmusik und die Aktualität der Idee einer Synthese von Farbe und Ton verdeutlicht.
Visual Music: Synaesthesia in Art and Music Since 1900
Kerry Brougher, Jeremy Strick, Ari Wiseman
* empfohlen von Alex
Bei vielen Künstlern und Kunstrichtungen finden sich Einflüsse von Musik, z.B. in der abstrakten Malerei Wassily Kandinskys und Frantisek Kupkas, in den Farborgeln und Lichtinstallationen des 20. Jahrhunderts, in den Experimentalfilmen von Oskar Fischinger und Harry Smith, und in den zeitgenössischen Installationen von Jennifer Steinkamp und Jim Hodges. In dem Buch "Visual Music" werden die 90 bedeutendsten Werke aus den Künsten dokumentarisch vorgestellt. Schwerpunkt liegt auf abstrakter und multimedialer Kunst und ihren Zusammenhängen mit verschiedensten Musikrichtungen von Klassik über Jazz bis zu elektronischer Musik. Es werden drei Kunstepochen tiefergehend vorgestellt, ergänzt durch einen musikwissenschaftlichen Beitrag.
Farbe - Licht - Musik, Synästhesie und Farblichtmusik
Jörg Jewanski, Natalia Sidler, Peter Lang Verlagsgruppe 2006
* empfohlen von Michael
Im Zentrum dieser Studie steht die Farblichtmusik von Alexander László, der 1925 mit seiner Multimedia-Show überwältigenden Erfolg hatte. Kurze Zeit später geriet seine neue Kunstform in Vergessenheit. Die Autoren haben Lászlós Experimente mehrfach wiederbelebt: Seine Musik wurde ausgegraben und mit einer aktuellen Visualisierung gekoppelt. Heutige Künstlerinnen und Künstler haben Lászlós Sonatina für Klavier und Farblicht schöpferisch reflektiert, Synästhetiker, die unwillkürlich zu Musik Farben und Formen wahrnehmen, haben ihre inneren Bilder zu seiner Musik aufgezeichnet. Ausserdem werden Natalia Sidlers eigens konstruierter Farblichtflügel und die bisherigen Erfahrungen mit diesem Instrument, das Farbe, Licht und Musik kombiniert, vorgestellt.
Durch Bilder Musik verstehen
Ursula Ditzig-Engelhardt, Lit Verlag 2005
* empfohlen von Regina
In diesem Buch werden neue Ansätze des Musikverstehens entwickelt. Subjektive und objektive Aspekte des Musikhörens werden zueinander in Beziehung gebracht. Dies ermöglicht eine Intensivierung der Wahrnehmung und der Konzentrationsfähigkeit.
Exemplarisch wurden Werke des 20. Jahrhunderts ausgewählt, in unterschiedlichen Projekten künstlerisch und pädagogisch erarbeitet und dokumentiert. Im letzten Teil werden freie Beiträge auf der Basis grenzüberschreitender Tendenzen in der Bildenden Kunst und Musik seit 1950 vorgestellt.