Synästhesie · Musik und Synästhesie · Bücher von Synästhetikern
Hier haben wir alle aktuell erhältlichen Bücher zum Thema zusammengetragen, die uns bekannt sind.
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Sons et Lumières
*empfohlen von Alex
Dieser Katalog der Ausstellung "Sons et Lumières" (22.9.2004-3.1.2005, Centre Pompidou, Paris) zeigt die Verbindung von Klängen und Licht/Farbe in Bereichen wie Malerei, Film, Theater, Installationen, Musik, usw. Dabei werden nicht nur Bilder gezeigt, sondern Essais geben vertiefte Einblicke. Der Schwerpunkt liegt auf dem 20. Jahrhundert, gezeigt werden Arbeiten von Künstlern wie Kandinsky, Klee, László, Fischinger ebenso wie Walt Disneys Film "Fantasia" und z.B. Wilfreds Farblichtklavier (Deckblatt).
Ist C gleich Rot?
Jörg Jewanski, Studio Verlag Dr. Gisela Schewe 1999
* empfohlen von Alex
Auf der Grundlage von weitreichenden Literaturstudien hat der Autor eine "Ideengeschichte der Farbe-Ton-Beziehung" geschrieben, die von der Frühgeschichte / Antike bis in das 19.Jahrhundert reicht. Bei den Farbe-Ton-Beziehungen geht es mehr um bewusste Zuordnungen, weniger um genuine Synästhesien. Das Thema Synästhesie wird außerdem in einem "Exkurs über Analogien" behandelt, z.B. als "Ursynästhesie", "Pseudosynästhesie" und Synästhesie im Sinne von Emrichs Forschung. Ein wissenschaftliches, detailreiches Buch.
Musik im Kopf - Hören, Musizieren, Verstehen und Erleben im neuronalen Netzwerk
Manfred Spitzer, Schattauer Verlag Stuttgart 2002
* empfohlen von Mat
Spitzer schildert in diesem Buch die ganze Spannweite der Musik: ihr kultureller Hintergrund, ihr physikalische Seite, ihre neuronale Verarbeitung des Musikmachens und Erlebens im Gehirn und alltägliches (Warum singen Männer in der Badewanne besonders gern?) Auch über Synästhesie findet sich ein kleines Kapitel. Was dieses Buch so interessant macht ist die Vielseitigkeit mit der Spitzer das Thema angeht. Er geht unter anderem der Frage nach, wie und wo verarbeitet das Gehirn Töne? Warum gibt es Ohrwürmer? Wie erleben wir Musik? Wie verstehen wir Musik? Ein Buch, das sicherlich auch viele Fragen in Sachen Synästhesie beantworten aber auch neue aufwerfen kann.
Synästhesie in der Musik - Musik in der Synästhesie
Volker Kalisch (Hrsg.), Verlag Die Blaue Eule 2004
* empfohlen von Michael
Der Band ist soeben erschienen, wird allerdings leider nicht über amazon angeboten. Das Buch dokumentiert Vorträge und freie Referate, die während der Jahrestagung 2002 der Gesellschaft für Musikforschung vom 25.-28. September 2002 an der Robert-Schumann Hochschule Düsseldorf gehalten wurden. Die Beiträge versuchen aus ganz unterschiedlichen Richtungen Zugänge zum synästhetischen Denken innerhalb der Musikwissenschaften zu ebnen. Synästhesie wird dabei primär als Möglichkeit des künstlerischen Gestaltens aufgefaßt, weniger als singuläres Phänomen der Wahrnehmung. Das Buch trägt insgesamt den Charakter eines "brainstormings", bietet jedoch verschiedene interessante Ausarbeitungen zu speziellen Problemen, wie z.B. zu Werken Messiaens und Bill Violas, zur antiken Musiktheorie und außereuropäischen Musikauffassung.
Das Auge hört mit
Barbara Kienscherf (Diss.) Peter Lang Verlag Frankfurt 1996
* empfohlen von Alex
Läßt sich Musik visualisieren? Gibt es Beziehungen zwischen Farbe und Ton? Fragen, mit denen sich Künstler und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen seit Jahrhunderten immer wieder auseinandergesetzt haben. Einen Höhepunkt erreichte die Idee der Farbenmusik zu Beginn dieses Jahrhunderts, als Alexander Skrjabin erstmals farbiges Licht in seine sinfonische Komposition Prometheus integrierte und auch Arnold Schönberg in seinem Bühnenwerk Die glückliche Hand mit dem Einsatz von Licht experimentierte. Die genannten Kompositionen stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Es wird die Problematik der Farblichtmusik und die Aktualität der Idee einer Synthese von Farbe und Ton verdeutlicht.
Visual Music: Synaesthesia in Art and Music Since 1900
Kerry Brougher, Jeremy Strick, Ari Wiseman
* empfohlen von Alex
Bei vielen Künstlern und Kunstrichtungen finden sich Einflüsse von Musik, z.B. in der abstrakten Malerei Wassily Kandinskys und Frantisek Kupkas, in den Farborgeln und Lichtinstallationen des 20. Jahrhunderts, in den Experimentalfilmen von Oskar Fischinger und Harry Smith, und in den zeitgenössischen Installationen von Jennifer Steinkamp und Jim Hodges. In dem Buch "Visual Music" werden die 90 bedeutendsten Werke aus den Künsten dokumentarisch vorgestellt. Schwerpunkt liegt auf abstrakter und multimedialer Kunst und ihren Zusammenhängen mit verschiedensten Musikrichtungen von Klassik über Jazz bis zu elektronischer Musik. Es werden drei Kunstepochen tiefergehend vorgestellt, ergänzt durch einen musikwissenschaftlichen Beitrag.
Farbe - Licht - Musik, Synästhesie und Farblichtmusik
Jörg Jewanski, Natalia Sidler, Peter Lang Verlagsgruppe 2006
* empfohlen von Michael
Im Zentrum dieser Studie steht die Farblichtmusik von Alexander László, der 1925 mit seiner Multimedia-Show überwältigenden Erfolg hatte. Kurze Zeit später geriet seine neue Kunstform in Vergessenheit. Die Autoren haben Lászlós Experimente mehrfach wiederbelebt: Seine Musik wurde ausgegraben und mit einer aktuellen Visualisierung gekoppelt. Heutige Künstlerinnen und Künstler haben Lászlós Sonatina für Klavier und Farblicht schöpferisch reflektiert, Synästhetiker, die unwillkürlich zu Musik Farben und Formen wahrnehmen, haben ihre inneren Bilder zu seiner Musik aufgezeichnet. Ausserdem werden Natalia Sidlers eigens konstruierter Farblichtflügel und die bisherigen Erfahrungen mit diesem Instrument, das Farbe, Licht und Musik kombiniert, vorgestellt.
Durch Bilder Musik verstehen
Ursula Ditzig-Engelhardt, Lit Verlag 2005
* empfohlen von Regina
In diesem Buch werden neue Ansätze des Musikverstehens entwickelt. Subjektive und objektive Aspekte des Musikhörens werden zueinander in Beziehung gebracht. Dies ermöglicht eine Intensivierung der Wahrnehmung und der Konzentrationsfähigkeit.
Exemplarisch wurden Werke des 20. Jahrhunderts ausgewählt, in unterschiedlichen Projekten künstlerisch und pädagogisch erarbeitet und dokumentiert. Im letzten Teil werden freie Beiträge auf der Basis grenzüberschreitender Tendenzen in der Bildenden Kunst und Musik seit 1950 vorgestellt.
Klangbilder Synästhesie - Farben hören
Edith Temmel, Weishaupt 2006
* empfohlen von Regina
Mit Klangbildern befasst sich die Künstlerin nun schon seit ca. 20 Jahren. Konkretisiert hat sie die Begabung der Synästhesie vor ca. 14 Jahren, eine Ausstellung mit Klangfiguren fand 1991 im Museum von Szombathely statt.
Seit einiger Zeit arbeitet die Künstlerin an einer Serie von Klangbildern, die nach ihren subjektiven synästhetischen Empfindungen konkret zu einzelnen Musikstücken - bevorzugter Weise mit Streichinstrumenten - entstanden sind.
Auch zu finden unter:
Kunst und Synästhesie