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Farben hören, Töne schmecken. Die bizarre Welt der Sinne.
Richard Cytowic, Byblos Verlag 1998
* empfohlen von Mat
In Gesprächen mit Synästhetikern geht Cytowic in diesem Buch der Frage nach, in wieweit Synästhesien Fähigkeiten sind, über die jeder Mensch von Natur aus verfügt.
(Vergriffen; derzeit nur gebraucht erhältlich)
Auch zu finden unter:
Wissenschaft und Synästhesie
Welche Farbe hat der Montag?
Hinderk M. Emrich, Udo Schneider, Markus Zedler, Hirzel-Verlag 2004
* empfohlen von Angy
Das Thema Synästhesie wird in anschaulicher Weise dargestellt und es gelingt ein sehr umfassender Überblick über Synästhesie allgemein und deren verschiedene Ausprägungen. Dies wird dem Leser aus der wissenschaftlichen Perspektive sowie auch aus der Sicht der Synästhetiker ermöglicht.
Der Aufbau ist dreigeteilt: Im ersten Teil werden in wissenschaftlicher Weise, aber dennoch verständlich, Synästhesie und damit zusammenhängende Prozesse der Wahrnehmung und neurologische Funktionsweisen beschrieben. Der zweite Teil besteht aus Bildtafeln, in denen Synästhetiker ihre Wahrnehmungen dargestellt haben. Im dritten Teil schildern 13 Synästhetiker in persönlichen Berichten ihre Synästhesien sowie Erfahrungen aus dem Leben mit verknüpften Sinnen.
Ein rundum gelungenes Buch über Synästhesie, das interessante Informationen vermittelt und trotz wissenschaftlicher Ausrichtung auch für Laien gut verständlich bleibt und daher im deutschen Sprachraum oft als das "Standardwerk" über Synästhesie bezeichnet wird.
Bright Colors Falsely Seen: Synaesthesia and the Search for Transcendental Knowledge
Kevin Dann, Yale University Press 1998
* empfohlen von Regina
»Das Verwechseln von synästhetischen Farbeindrücken mit astralen Visionen führte nur dazu, dass die materialistische Wissenschaft und ihre nichtmaterialistischen Kritiker weiter auseinander getrieben wurden, und sorgte dafür, dass die Synästhesie ... weiterhin romantische Behauptungen über die geistige Welt und unsere anfängliche Fähigkeit, sie wahrzunehmen, aufstellte... Als ein Phänomen, das an der Grenze sowohl der wissenschaftlichen als auch außerhalb der Wissenschaft liegenden Fähigkeit, sie zu erklären, liegt, zieht die Synästhesie fortlaufend unsere Aufmerksamkeit auf die Frage, wie das Überschneiden unserer mit einer weitreichenderen Welt zu verstehen sei.«
Synästhesien. Roter Faden durchs Leben?
Alexandra Dittmar (Hrsg.), Verlag Die Blaue Eule 2007
* empfohlen von Alex
Thema des Buches ist Synästhesie - eine natürlich vorkommende, andere Art der Wahrnehmung, bei der Sinnesempfindungen und -wahrnehmungen in vielfältiger Weise kombiniert erlebt werden.
Das Buch gibt zunächst einen Überblick über den momentanen Wissensstand über Synästhesie: von der Vielfalt synästhetischen Erlebens bis zu den vielen Ergebnissen und Theorien, die die Synästhesieforschung - ein aufblühender Wissenschaftsbereich - in den letzten Jahren erbrachte.
Nach einer Einführung in das Thema Orientierung wird dann der Hauptgedanke des Buches - dass Synästhesien eine Art Orientierung sein können - ausgeführt. Ein Gedanke mit weitreichender Bedeutung: So könnte z.B. manche vermeintliche "Lernstörung" in der Schule darauf beruhen, dass pädagogische Konzepte dem synästhetischen Erleben eines synästhesiebegabten Kindes entgegenlaufen.
Es folgen 21 Dokumentationen, zum Teil mit Bildern, über synästhetisches Erleben im Zusammenhang mit der Frage, ob Synästhesien orientieren. Die 21 Autoren/innen stammen aus fünf Ländern (USA, Großbritannien, Schweiz, Luxemburg, Deutschland) und sind fast alle Synästhetiker/innen.
Auch zu finden unter:
Aktuelles
/ Empfehlungen
/ Wissenschaft und Synästhesie
Jeder blaue Buchstabe duftet nach Zimt. Wie Synästhetiker die Welt erleben
Patricia Duffy, Goldmann 2003
* empfohlen von Regina
Sehr unterhaltsam beschreibt Duffy ihre Kindheit, das Entdecken der eigenen Synästhesie und ihre Kontaktaufnahme mit anderen Synästhetikern und Wissenachaftlern.
Patricia Duffy ist Journalistin und schreibt für verschiedene angesehene Zeitungen, Magazine und Literaturzeitschriften. Duffy, die lange als Dozentin für Sprachen und Kommunikation für die Vereinten Nationen tätig war, ist selbst Synästhetikerin. Sie ist Mitbegründerin der "American Synesthesia Association" und arbeitet für diese Organisation als Beraterin.
Synaesthesia: The Strangest Thing
John Harrison, Oxford University Press 2001
* empfohlen von Michael
Der Autor hat in den 90er Jahren in England bei Simon Baron-Cohen / Cambridge an der medizinischen Erforschung der Synästhesie gearbeitet. Er bemüht sich, die wissenschaftliche Herangehensweise verständlich zu machen. In speziellen Kapiteln und einem Glossar der Fachwörter erklärt er die verwendete Methodik so, daß es auch für Laien verständlich ist. Verschiedene Künstler von Baudelaire bis Hockney werden auf mögliche genuin-synästhetische Begabung hin untersucht. Das Buch gibt einen guten Überblick über den Stand der Forschung, die historische Literatur wird allerdings nicht angemessen berücksichtigt. Es ist sorgfältig ausgearbeitet und schön gestaltet, im Verhältnis zum Umfang jedoch nicht unbedingt preiswert.
Auch zu finden unter:
Wissenschaft und Synästhesie